Für Einsender > Unsere Fachpublikationen

Umstellung der Resistenztestung von CLSI auf EUCAST

Ab sofort werden wir die Resistenztestung nach dem Normensystem EUCAST durchführen.
Die Umstellung von CLSI auf EUCAST wurde möglich, da das EUCAST (European Commitee on Antimicrobial Susceptibility Testing) jetzt für fast alle Erreger europaweit geltende Standards für die Sensibilitätstestung gegenüber Antibiotika festgelegt hat, die wir unseren Testungen zu Grunde legen können. Diese Standards berücksichtigen mehr als bisher klinische und pharmakokinetische Aspekte bei der antimikrobiellen Therapie. Auch werden in Deutschland zunehmend Netzwerke für die Bekämpfung multiresistenter Keime etabliert, eine wesentliche Voraussetzung für deren Erfolg ist eine Vergleichbarkeit der in unterschiedlichen Laboratorien gewonnenen Ergebnisse. Auch ergibt sich damit eine bessere Vergleichbarkeit der Resistenzstatistiken im europäischen Raum.

Was ändert sich für Sie?

  • Auf den ersten Blick wenig. Für all die Keime, für die wir bisher Antibiogramme erstellt haben, wird es auch weiterhin eine Resistenztestung mit entsprechenden Therapieempfehlungen geben.
  • Unsere Antibiogramme sind immer ein Kompromiss zwischen Vollständigkeit und Lesbarkeit. Unter Berücksichtigung von in vitro Testungen, bekannten Resistenzmechanismen und den Empfehlungen des Normensystems werden unsere Testergebnisse in Bewertungen wie "S" (sensibel), "I" (intermediär) und "R" (resistent) übersetzt. Neu auf unseren Befunden wird das Kürzel "N" sein, für: "Nicht empfohlen nach EUCAST".
  • Im Normsystem der EUCAST gibt es z. B. keine Empfehlung für den Einsatz von Doxycyclin bei Enterobakterien oder für den Einsatz von Chinolonen bei Enterokokken. Hier ergab die in vitro Testung früher oft ein "Sensibel", die klinische Wirksamkeit ist aber heute umstritten. Eine Bewertung als sensibel wird uns durch EUCAST verboten. Auf diese Kombination von Medikamenten / Erregern sollten Sie zukünftig verzichten.
  • Auch im Bereich der Antibiotikatestung von Urinen wird es Änderungen geben, entsprechend der S3-Leitlinie der Paul-Ehrlich-Gesellschaft werden Fosfomycin und Nitrofurantoin in unser Routinespektrum aufgenommen.
  • Hinweise, welche Einschränkungen es bei Infektionen bestimmter Organ-systeme oder bei bestimmten Erregern gibt, entnehmen Sie bitte weiterhin den Fachinformationen der jeweiligen Arzneimittel.

 

 


Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Tel. 0335 5581-100.


Dr. med. Dirk Bandt
Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie

Dipl.-Biol. Ilona Schwede
Medizinische Fachmikrobiologin

 

 

Stand: Januar 2011

 


Suche

Kontakt
IMD Labor Oderland GmbH
MVZ Ärztliches Labor Dr. Frank Berthold und Kollegen
Am Kleistpark 1
15230 Frankfurt (Oder)
T: 0335 5581-100
F: 0335 5581-160
> email
> Anfahrt
> Impressum

Informacje w języku polskim:
> www.imd-
   oderland.de/pl