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Stuhltests zur Darmkrebs-Vorsorge

Warum ist Früherkennung so wichtig?
In Deutschland werden jährlich ca. 57.000 Menschen mit der Diagnose Darmkrebs konfrontiert. Damit zählt der Darmkrebs neben dem Lungen- und Brustkrebs zu den drei häufigsten bösartigen Tumorleiden. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sterben daran.
Werden Darmkrebs bzw. dessen Vorstufen rechtzeitig entdeckt, beträgt die Heilungschance nahezu 100 %!

Wie entsteht Darmkrebs?
Die genauen Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs sind noch nicht hinreichend geklärt. In den meisten Fällen entwickelt sich der Darmkrebs aus gutartigen, sehr langsam wachsenden Vorstufen, den Polypen. Diese Polypen können nach Jahren zu bösartigen Darmtumoren entarten. Im Anfangsstadium bleiben Polypen und Darmkrebs meistens vollkommen unbemerkt. Aus diesem Grund haben Vorsorgeuntersuchungen eine sehr große Bedeutung.
Man hat weiterhin Faktoren ermittelt, die das Risiko an Darmkrebs zu erkranken deutlich erhöhen:


  • Erbliche Veranlagung (Darmkrebs und andere Krebserkrankungen in der Familie)
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Fett-, fleischreiche und ballaststoffarme Ernährung

Sollte mindestens einer der genannten Risikofaktoren für Sie zutreffen, ergibt sich die Möglichkeit, dass bei Ihnen ein erhöhtes Darmkrebsrisiko vorliegt.

Darmkrebs-Früherkennung
Neben der Darmspiegelung und der Tastuntersuchung des Rektums werden als neue Früherkennungsmethoden folgende Stuhltests empfohlen:

Immunologischer Test auf Blut im Stuhl (Hämoglobin/Haptoglobin)
Mit diesem neuen Test lassen sich feinste, für das bloße Auge nicht sichtbare (okkulte), Blutspuren im Stuhl nachweisen. Der Test weist ausschließlich menschlichen Blutfarbstoff (Hämoglobin/Haptoglobin) nach. Eine vorherige Diät ist daher nicht erforderlich. Blutbeimengungen im Stuhl können Hinweis auf Polypen oder Tumoren geben. Ein negatives Testergebnis ist kein Beweis für das Nicht-Vorhandensein von Polypen und Darmtumoren, da diese nicht immer Blut freisetzen. Aus diesem Grund empfiehlt sich neben der Untersuchung von zwei Stuhlproben die gleichzeitige Untersuchung auf Tumor M2-PK im Stuhl.

Tumor M2-PK-Nachweis im Stuhl
Dieser Test weist das tumorspezifische Enzym M2-PK im Stuhl nach. Auf diese Weise können Darmtumoren in einem frühen Stadium entdeckt werden. Mit Hilfe dieses Tests können auch nicht blutende Darmtumoren erkannt werden.

Die Stuhltests ersetzen nicht den Arztbesuch und sollten jährlich wiederholt werden. Auffällige Stuhltestbefunde müssen unbedingt abgeklärt werden (z. B. durch eine Darmspiegelung).

HINWEIS:
Die beiden Darmkrebs-Früherkennungsuntersuchungen "Immunologischer Test auf Blut im Stuhl (Hämoglobin/Haptoglobin)" und "Tumor M2-PK im Stuhl" werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt. Ihre Ärztin bzw. ihr Arzt bietet Ihnen daher diese verbesserte Diagnostik als Individuelle Gesundheitsleitung an. Die anfallenden Kosten erfragen Sie bitte bei der Sie betreuenden Arztpraxis.

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