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Neue Testkriterien bei Verdacht auf SARS-CoV-2-Infektion

Priorisierung bei der Indikationsstellung von symptomatischen Patienten

Aufgrund der begrenzten Ressourcen (Geräte, Reagenzien und Verbrauchsmaterialien) haben wir – und auch andere Labore in Brandenburg – unsere Kapazitätsgrenze erreicht. Damit wir weiterhin leistungsfähig bleiben, benötigen wir Ihre Unterstützung. Bitte fordern Sie bei Patienten mit respiratorischen Symptomen die SARS-CoV-2-Diagnostik streng indikationsgerecht entsprechend der unten genannten Testkriterien an und verwenden Sie nur einen Abstrichtupfer pro Patient (Naso- oder Oropharyngealabstrich, ggf. Kombination von beiden Entnahmeorten).

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die Testkriterien für die Diagnostik bei Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion in der Herbst- und Wintersaison angepasst, da nicht alle Personen mit respiratorischen Symptomen auf eine SARS-CoV-2-Infektion untersucht werden können. Schwerpunktmäßig sollen Patienten getestet werden, die folgende Kriterien erfüllen:
  • schwere respiratorische Symptome (z. B. akute Bronchitis, Pneumonie, Atemnot oder Fieber)
  • Störung des Geruchs- und Geschmackssinns
  • Symptome und Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Fall (Verdachtsfall meldepflichtig!)
  • klinische Verschlechterung bei bestehender Symptomatik
Patienten mit leichter respiratorischer Symptomatik (z. B. nur Schnupfen, Halsschmerzen) sollen nur getestet werden, wenn weitere Kriterien erfüllt sind. Dazu zählen z. B.:
  • Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe
  • Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus
  • erhöhte Expositionswahrscheinlichkeit (z. B. bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen)
  • enger Kontakt zu vielen Menschen (z. B. Lehrer) oder zu Risikopatienten
Weitere Informationen zu den Testkriterien und Maßnahmen bei Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion entnehmen Sie bitte diesem Flussschema des RKI.

Personen mit respiratorischen Symptomen, die nicht aufgrund der RKI-Kriterien getestet werden können, sollen nach Möglichkeit für mindestens 5 Tage zuhause bleiben, Kontakte reduzieren und erst nach weiteren 48 Stunden Symptomfreiheit die Isolation beenden. Durch die häusliche Genesungszeit wird verhindert, dass diese Patienten andere Personen anstecken. Bei Bedarf können Ärzte telefonisch eine Krankschreibung ausstellen.

Weitere Informationen unter www.rki.de.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Dr. rer. nat. Antje Kröber


Um die LabInfo als PDF zu lesen oder zu drucken, bitte hier klicken.

Stand: 13.11.2020


Ihre Ansprechpartnerin:
Dr. rer. nat. Antje Kröber


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