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PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs

Die Prostata

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist eine kastaniengroße derbe Drüse. Sie befindet sich unter der Harnblase und umschließt ringförmig den Anfangsteil der Harnröhre. Die Prostata bildet ein Sekret, das dem Ejakulat beigemischt wird und die Samenfäden (Spermien) beweglich macht.

Erkrankungen der Prostata zählen zu den häufigsten Männerkrankheiten. Dazu zählen neben entzündlichen Erkrankungen in erster Linie die gutartige Vergrößerung (benigne Prostata-Hyperplasie) aber auch das Prostata-Karzinom (Prostatakrebs).

 

Beschwerden

Vergrößerungen der Prostata sind meist gutartiger, seltener bösartiger Natur und engen die Harnröhre ein. Häufige Folgen sind:

  • Abschwächung des Harnstrahls
  • häufiger Harndrang
  • Schmerzen beim Wasserlassen bis hin zum Harnstau


Was ist Prostatakrebs?

Prostatakrebs ist nach dem Lungenkrebs die zweithäufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern. Mehr als 30.000 Männer werden jedes Jahr in Deutschland mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert. Ca. 12.000 Patienten pro Jahr sterben daran.
Der Prostatakrebs wächst sehr langsam (über mehrere Jahre). Die Erkrankung ist daher im Frühstadium meist symptomlos. Je länger Prostatakrebs unerkannt bleibt, desto größer ist das Risiko für eine Streuung (Metastasierung) des Krebses mit Absiedlung in anderen Organen. Solange der Krebs nicht gestreut hat, besteht eine Heilungschance von ca. 85 bis 100 %.

 

Die frühzeitige Erkennung von Prostatakrebs rettet Leben! Je früher der Krebs erkannt wird, umso größer sind die Chancen auf Heilung.

 

Wie kann ich vorsorgen?

Sie haben Probleme beim Wasserlassen? Dann sollten Sie zur Abklärung Ihren Arzt aufsuchen. Auch ohne Beschwerden sollten Sie spätestens ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. Wer gesetzlich versichert ist, hat einmal im Jahr Anspruch auf die Tastuntersuchung.

 

Welche Vorsorgeuntersuchungen gibt es?

Digitale rektale Untersuchung: Dabei handelt es sich um die Tastuntersuchung der Prostata, mit dem Zeigefinger vom Enddarm aus. Mit dieser Methode kann der Untersucher die Größe, Oberfläche und Konsistenz der Prostata beurteilen. Frühstadien und tiefer liegender Krebs werden mit dieser Methode nicht sicher erkannt.

PSA-Test: Die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens im Blut ist eine sehr wirksame Früherkennungsmethode für das Prostatakarzinom. Tastuntersuchung der Prostata und PSA-Test ermöglichen eine relativ genaue Verdachtsdiagnose. 
Bei PSA-Werten von 4 bis 10 ng/ml ist die gleichzeitige Messung des freien PSA für die Unterscheidung zwischen gutartiger und bösartiger Prostatavergrößerung hilfreich.
Auffällige Tastbefunde und/oder PSA-Messergebnisse sind noch kein Beweis für das Vorliegen von Prostatakrebs. Sie müssen durch weiterführende Untersuchungen abgeklärt werden (zum Beispiel Ultraschall, Gewebeprobe).
 

Beratungsgespräch mit Ihrem Arzt

Diese kurze Information kann die ärztliche Beratung keinesfalls ersetzen. Bitte lassen Sie sich von Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt ausführlich beraten.

 

 

Was kostet diese Untersuchung?

Leider wird der PSA-Test zur Früherkennung in Deutschland in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bietet Ihnen daher diese Diagnostik als Individuelle Gesundheitsleistung an. Die Kosten für den Test selbst liegen zwischen 15 und 20 Euro. Durch das Beratungsgespräch und ergänzende Untersuchungen können die Gesamtkosten bis zu 50 Euro betragen

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